Tätig/Sein, 2004
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Tätig|sein Ausstellungs- und Buchprojekt 1. Mai - 13. Juni 2004 „Ich weiß nie, arbeite ich gerade oder nicht. Und was in mir arbeitet, dass kann ich meistens nur erahnen“, lässt René Pollesch einen der Protagonisten auf der Bühne sagen. Ein Szenario, das eine heute vorstellbare Situation beschreibt, fernab der Trennung zwischen Arbeit und Muße, zwischen Wohn- und Arbeitsort, wie sie für die Industriegesellschaften charakteristisch war. Das Projekt setzt sich mit Veränderungen unserer Arbeits- und
damit auch Lebenswelt im Zuge einer forcierten Kapitalisierung auseinander,
die Anfang der 1990er Jahre begann. Was immer wir tun, wir tun es unter
dem Aspekt seiner Verwertung. Galt dieser Satz einst für das wirtschaftliche
Handeln, werden nun mehr und mehr Bereiche von der Logik des Marktes
erfasst, die in der klassischen Ökonomie als >außerökonomisch<
beschrieben wurden. In Form einer Ausstellung und eines Buches wollen wir diesem Prozess nachgehen, der sich vielleicht als Ökonomisierung der Kultur und Kulturalisierung der Ökonomie skizzieren lässt und in dem gleichzeitig alles und nichts mehr Arbeit ist. Der Akzent liegt auf künstlerischen Positionen, die mittels verschiedener Strategien (u.a. Verfremdung, Aneignung) die Metamorphose der Arbeit auf verschiedenen Ebenen reflektieren, so beispielsweise: Wie wirkt sie sich auf Körper und Psyche aus? Wie werden Arbeits- und Lebensräume neu definiert und strukturiert? Welche Macht-hierarchien werden durch sie (re-)produziert? Wie erscheint das Arbeitsmodell der Moderne im Rückblick? AG-Mitglieder: Franziska Lesák, Petra Reichensperger, Manuela
Schöpp, Annette Wellhausen, Kalli Wellhausen
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